Was war los am 07.12.12 in der Alten Gaslaterne?

Erst mal vielen Dank an die vielen Menschen, die vorbeigekommen sind! Eigentlich dachten wir, dass wir Menschen ansprechen, die sich aktiv mit einmischen wollen. Wir rechneten damit, dass wir so zehn Leute werden. Der Ansturm von interessierten Menschen überraschte nicht nur den Wirt. An die 70 Anwohner*innen drängten sich in den Gastraum, der sonst eigentlich für Abendbrot-Gäste reserviert ist! Wow, da waren wir platt, und mussten improvisieren. Nach einem kleinen Vortrag über die geplanten und zu befürchtenden Bauvorhaben konnten sich die Bürger*innen in eine Interessierten- und in eine Aktiven-Liste mit Ihren Kontaktdaten eintragen. Diese Daten werden wir dazu nutzen, um zwei E-Mail Verteiler zu erstellen, das sollte so in einer Woche erledigt sein, dann hören alle von uns. Menschen, die keine E-Mail haben, bekommen von uns Informationen per Einwurf-Post, wir wohnen ja alle hier.

So an die 25 Anwohner*innen gründeten dann die Anwohner-Initiative und konnten dann dem ehemaligen Baustadtrat von Pankow, Michael Nelken, zuhören, der noch detaillierter über die Gemengelage der verschiedenen Interessen am Thälmannpark-Areal informierte. Viele waren bereits informiert oder haben Gerüchte gehört. Dann wurde es noch spannender, als wir uns der Frage zuwandten:

Wie wollen wir hier leben?

Die Problem- und Interessenlage ist vielfältig, so sorgen sich viele über eine angedrohte Hebung des Mietniveaus, manche wollen mehr Papierkörbe im Park, gewünscht ist ein Nachbarschaftshaus für Alt und Jung in der Nähe des Denkmales, wieder andere finden es problematisch, dass das sozialistische Wohnensemble nicht unter Denkmalschutz steht, oder ganz praktisch, es fehlt eine günstige Einkaufsmöglichkeit gerade für ältere Bewohner*innen, wir kennen ja die Glatteisproblematik in Berlin! Und wie geht es mit unserem schönen Kiezteich weiter?

Und wie können wir uns einmischen?

Die Vielzahl an unterschiedlichen Meinungen, Ideen und Ansichten unter einem Hut zu bekommen und gemeinsame Ziele zu formulieren, wird eines der vordringlichsten Aufgabe der Anwohner-Initiative sein. Als nächstes soll eine Einwohnerversammlung für Anfang nächsten Jahres vorbereitet werden, die in einer größeren Räumlichkeit die Anwohner*innen ausführlich informiert und großen Raum für Diskussionen mit Verantwortlichen und Interessengruppen zulässt.

Wir wollen dazu Bezirkspolitiker*innen, Geschäftsleute der Immobilienwirtschaft, Verantwortliche der Bildungsträger, der Kulturstandorte und des Krankenhauses einladen und sie nach ihren Plänen befragen. Der Wille zum Einmischen und zum Mitgestalten war mehr als deutlich bei dieser ersten Einwohner*innen-Veranstaltung zu erkennen. Diesen Willen wollen wir in kreatives und motiviertes Handel in den nächsten Monaten und Jahren umsetzen.

Wir haben keine Angst!

Wir freuen uns darauf, gemeinsam unsere Interessen zu formulieren und dafür  zu streiten.

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