Workshop zur Zukunft des Bezirksamts- und Vivantes-Areals

Unter dem bewährtem Motto „Wie wollen wir hier leben“ gestalteten unsere zwei Architekturstudentinnen das Treffen der AG Mieten & Verdrängung und der AG Wohnen – Sanierung – Neubau. Geplant war eine Ideensammlung zu den Arealen des Bezirksamtes und des Krankenhauses entlang der Fröbelstraße.  Es wurde davon ausgegangen, dass die Objekte zur Disposition stehen und sie einer anderen Verwendung zugeführt werden sollen. Gefragt waren also Ideen und Aussichten, Konzepte und Utopien. Ein Fröbel-Camp mit einer vielfältigen Nutzung als Bildungs-, Kultur- und Kleingewerbestätte war bei vielen Entwürfen der Grundtenor. Ob als wissenschaftliches Zentrum für Kinder und Jugendliche, Stätte für Kleinkunst und Off-Kultur mit Kleingastronomie oder studentischen Wirkungs- und Übernachtungsstätte mit einem Nachtasyl für Obdachlose, die Ideen waren vielfältig. Eine kommerzielle Nutzung der Areale wurde auch nicht ausgeschlossen. Doch recht kontrovers wurde eine Wohnraumnutzung und die nachfolgende Verdichtung im Speziellen, aber auch für den gesamten Thälmannpark diskutiert. Vertragen wir eine Erhöhung der Einwohnerzahl hier im Park, oder nicht. Die beiden Studentinnen werden auf Grund der Ideensammlung ein Konzept zur Nachnutzung der beiden Areale entwickeln und uns zur Verfügung stellen. Fest steht, das wir erst in eine Diskussion eingestiegen sind, wie wir uns den Park in Zukunft vorstellen können. Sie wird uns mit Sicherheit in anderen Zusammenhängen weiter begleiten. Am Ende sollte ein von den hier lebenden  Menschen entwickeltes Konzept stehen,  dass als Gegengewicht zu Begehrlichkeiten Anderer steht und Ausdruck unserer Befindlichkeiten und Wünsche ist. (Raik)

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2 Gedanken zu „Workshop zur Zukunft des Bezirksamts- und Vivantes-Areals

  1. Günter Hahn

    Obwohl hinsichtlich der späteren Nutzung beider Objekte recht kontrovers diskutiert wurde, sollte in jedem Falle eine Nutzung angestrebt werden, die sozial verträgliche Mieten ermöglicht. Das bedeutet eine generelle Ablehnung von „Investoren“, die nicht nur möglichst billig an die Objekte mit zugehörigen Flächen herankommen wollen, sondern dann als Eigentümer nach maximalen Gewinnen streben werden.
    Meiner Auffassung nach lässt sich die in der Diskussion gezeigte Kontroverse dadurch auflösen, indem nicht ausschließlich auf die Nutzung durch einheitliche Gruppierungen wie z.B. Rentner, Studenten, Familien mit Kindern oder Migranten orientiert wird, sondern eine Nutzung aus einer Mischung der vorgenannten Gruppen angestrebt wird.
    Ich bin sicher, dass die beiden Architekturstudentinnen bei dem nächsten Treffen der Gruppe einen von allen als tragbar zu anzuerkennenden Vorschlag vorlegen werden.

  2. Pingback: Einladung zur Präsentation des Workshops | Anwohner-Initiative Ernst-Thälmann-Park

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