Start der Kampagne-Spaziergang mit Ströbele, Wawzyniak und do Canto

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(c) Dominik Sollmann

Als wir uns trafen, war es, wie so oft in diesem Sommer, sehr sonnig. Ca. 50 Leute tummelten sich am Eingang des Planetariums erwartungsvoll, um den Auftakt der Kampagne Teddy Zweinull „Mehr Grün für Alle“ beiwohnen zu können.

Leute von der Bezirk-, Landes und auch Bundespolitik (sogar Christian Ströbele, Halina Wawzyniak und  Fabricio do Canto kamen, obwohl sie sich mitten im Wahlkampf befinden), sowie von STATTBAU und der Anwohnerinitiative waren neben interessierten Bürger*innen vertreten. Immerhin war das ein deutliches Signal, dass die Vorankündigungen auf ein reges Interesse gestoßen sind. Die Hand Outs der Kampagne mit Details fanden reißenden Absatz und für kühle Getränke war auch gesorgt. Nun konnte es los gehen.

Zunächst wurde der geplante Grünstreifen vom Planetarium über die Brücke bis zum ersten Halt am Zementwerk beschritten. Eine Diskussion mit Stadtrat Kirchner, der 21-Geschosser auf diesem Gelände ins Spiel brachte, verstörte viele der Anwesenden. Immerhin sagt die Kampagne zu diesem Gebiet und grundsätzlich: Kein Neubau und keine Verdichtung. Was wie wer wo vorher schon ausgemacht hat (ohne Transparenz und Mitsprache der Anwohner*innen), sollte hier und heute keine Rolle spielen.

Weiter ging es zurück in den Park. Beim nächsten Halt am Thälmann-Denkmal ging es darum, die Plattenbauten mit den noch bezahlbaren Mieten, so wie sie sind, zu erhalten. Eine anstehende Sanierung sollte im Dialog mit dem Mieterrat und der Anwohnerini zu gestalten sein und den hier lebenden Menschen eine Perspektive geben, die Verdrängung ausschließt.

Wie wichtig Grün und Erholungsräume auch für die völlig verdichteten angrenzenden Stadtquartiere ist, war immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Klaus Lemmnitz von Pro Kiez des Bötzowviertel versicherte den Initiatoren der Kampagne die volle Unterstützung seines Kiezes und wies auf die Notwendigkeit von öffentlichen Freiräumen im Thälmann-Park und darüber hinaus hin und mahnte aus langjähriger eigener Erfahrung die unbedingte basisdemokratische Bürgerbeteiligung an.

Weitere Bemerkungen auf dem Weg zur Wabe waren: So wundervolle Oasen, wie der Kiezteich, sollten als Beispiele für innerstädtische Gestaltung dienen und weiter voran getrieben werden. Grün für alle sollte nicht nur als Floskel begriffen, sondern auch und gerade von einem grünen Stadtrat mit Leben erfüllt werden, wenn er Einfluss auf Stadtgestaltung hat.

Ein Kinder- und Jugendcampus stellen sich die Kampagnenleute zwischen Dimi, Spielplatz, Theater und Hockeyplatz vor, einschließlich der multikulturellen Nutzung der Wabe und einem Nachbarschaftstreffpunktes im ehm. Rosengarten. Viel wurde auch später über den Bildungscampus (Vivantes) und über das Bezirksamtsgelände als Bürger- und Kulturcampus gesprochen. Auch hier gab es bereits sehr detaiierte Vorstellungen.

Die Kampagne macht folgendes deutlich: Keine Verdichtung des gesamten Areals, Erhalt des öffentlichen Raums, verkaufte Flächen sollten nach Bedarf zurück erworben werden. Der Thälmannpark hat eine Funktion auch für die angrenzenden Gebiete, als Erholungs-, Kinder- und Jugend-, Kultur und Bildungsstandort ist er elementar.

Die Kampagne wird Detail auf ihrer Webseite schalten und sie ladet zum Mitgestalten ein. Hier schon mal das Hand out als PDF.

Raik (Redaktion AITP)

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3 Gedanken zu „Start der Kampagne-Spaziergang mit Ströbele, Wawzyniak und do Canto

  1. @MMittelbach

    Der Direktkandidat für die Bundestagswahl 2013 der Piraten in Pankow heißt Fabricio do Canto !

    1. thaelmannpark Autor

      Vielen dank für die Information und sorry für die leicht flapsige Bemerkung…habe es eingearbeitet. Er war doch auch hoffentlich anwesend?? Denn es gehört zu Prenzlauer Berg Ost…

  2. Pingback: Gastbeitrag: Grüße aus dem Thälmannpark | Pro Kiez Bötzowviertel

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