Welchen Entwurf favorisiert STATTBAU und was macht das Bezirksamt damit?

STATTBAU wird einen 2. Workshop am 16. Oktober durchführen. Der ist laut Voruntersuchung Thälmannpark von vornherein so geplant gewesen. Ob er tatsächlich so auch stattfindet, ist nicht ganz klar. Es gab wohl einige Irritationen. Immerhin wurde gerade die bisherige Projektleiterin für den Thälmannpark von der Direktion von STATTBAU abgelöst. Wie der neue Projektleiter den Kurs der gemäßigten Anwohner*innen-Beteiligung fortsetzt, wird eine spannende Frage sein. Die Endergebnisse sollen dann am 31. Oktober präsentiert werden.

Eine Dokumentation des ersten Workshops ist bisher immer noch nicht erschienen und verfügbar. Sie sollten vor dem 16. Oktober auf dem Bezirksamtsportal verfügbar sein. Mindestens vier Wochen vor dem Termin sollten die Interessierten die Möglichkeit zur Information der Ergebnisse von STATTBAU haben!

So findet auch der anfänglich gut funktionierende Dialog zwischen der Anwohnerinitiative und der STATTBAU so gut wie nicht mehr statt. Vielleicht wird soviel Mitsprache auf Dauer nicht erwünscht.

Wir fragen uns, inwieweit der Entwurf des von der Kampagne „Teddy Zweinull“ favorisierten Modell „Mehr Grün für Alle in Prenzlauer Berg“ Einfluss auf die zu erarbeitende Konzeption zum Thälmannpark hat. Eher wahrscheinlich wird ein Entwurf zur totalen Bebauung und Verdichtung dabei sein. Gerüchte um Pläne zur Bebauung entlang der Danziger Straße halten sich hartnäckig. So könnte sogar der Hockeyplatz geopfert werden, handelt es sich hierbei immerhin um wertvolles Bauland. Die Investoren sind wahrscheinlich schon ganz scharf darauf.

Was auch immer STATTBAU präsentiert, entscheidend ist hierbei, was das Bezirksamt am Ende entscheidet, inwieweit Deals unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgehandelt werden oder der Dialog mit den Anwohner*innen gesucht wird und über wichtige Vorgänge transparent und zeitnah informiert wird.

Wenn der 2. Workshop stattfinden sollte, werden für die AI diese Fragen auf der Agenda stehen. Da wird es nicht mehr um Hundeauslaufplätze und Papierkörbe gehen, sondern grundsätzlichen Fragen der massiven Umgestaltung des Areals und die Mitgestaltung der Betroffenen werden im Vordergrund stehen müssen. Werden wir von Verdichtung und Bebauung bedroht? Welche Interessen Vertritt das Bezirksamt? Wie wird Partizipation organisiert?

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