Die Sonnenuhr im Ernst-Thälmann-Park

Vor ein paar Tagen startete ich meinen Spaziergang durch den Ernst-Thälmann-Park am nördlichen Eingang des Parks, beim Zeiss-Grossplanetarium. Dort steht eine wunderbare Sonnenuhr. Sie ist unglaublich formschön, sehr robust, trotz Besprühung leicht ablesbar und einzigartig dazu. Wie ich im Netz nachlesen kann, ist die Sonnenuhr aus Granit und wurde nach dem Entwurf von Joachim Liebscher vom Steinmetzmeister Alfred Hebold erschaffen, die Ausführung der Flächengestaltung übernahm Gottfried Hocke.
Die Sonnenuhr zeigt die sogenannte wahre Ortszeit an. Wie auf dem Foto oben zu sehen ist, habe ich die Aufnahme so grob um 13:35 Uhr wahrer Ortszeit gemacht; das zeigt mir die Sonnenuhr an. Mein Smartphone (mit Uhr) sagt aber, es ist 13:57 Uhr. Hm, wie war das nochmal?

Zu Glück steht auf der Umrandung die Lösung:

Mitteleuropäische Zeit = Wahre Ortzeit + 6 Minuten – Zeitgleichung

also Smartphone Uhrzeit = Sonnenuhrzeit + 6 Minuten – Zeitgleichung

Also 13:35 Uhr plus 6 Minuten plus Zeitgleichung? – Zeitgleichung, was war das nochmal? Da hilft dann das oberschlaue Telefon – Ich probiers mit Wikipedia -Zeitgleichung: Na, das ist kompliziert, selbst als Physiker tut mir da der Kopf weh, weitere Seiten sagen aber Ähnliches … Also was ich da auf die Schnelle rauslese, ist, dass Mitte Februar, Anfang März der Wert für die Zeitgleichung so bei – 8 Minuten bis -14 Minuten liegt. Das mal einsetzen:

Mitteleuropäische Zeit = 13:35 Uhr (plus minus 5 Minuten Ablesegenauigkeit) + 6 Minuten – – 11 Minuten (plus minus 5 Minuten wegen Schlampigkeit bei der Recherche und fehlendem Verständnis der Gesamtlage) -> 13:52 Uhr (plus minus 10 Minuten). Bingo, passt! Zum Glück gibt es Fehlerintervalle.
Ich bin sehr zufrieden und mein Tag ist gerettet. Danke, Sonnenuhr! (MS)

… und im Übrigen bin ich der Meinung, dass Deutsche Wohnen & Co enteignet werden müssen!