Der Gipfel der Heuchelei – im Monat April

Am vergangenen Dienstag (26. April) hat die sympathische Gartenbaufirma Korkmaz-Gartenbau (das sind die, die in der Pintschstrasse die Grünfläche plattgemacht haben) vor der Grundschule im Park aus einem riesigen Laster junge Bäume abgeladen. Dass hier teilweise die eingepackten Wurzelballen in Mitleidenschaft gezogen wurden, geschenkt.

Diese Bäumchen sollen Ersatz für die zu fällenden alten Bäume für den Schulneubau im Ernst-Thälmann-Park sein. Wenn wir das richtig verstehen, wird also davon abgesehen, eine Kompensationsfläche zu finden und man/frau knallt jetzt die Bäume einfach hier in den Park?

Pressewirksam wurde ein Teil der Bäume am darauffolgenden Mittwoch (27.04.) von der Schulstadträtin und Bezirksbürgermeister Sören Benn „gepflanzt“. Militärisch korrekt wird in der MOPO von einer Bauoffensive im Park schwadroniert. Dass es sich hier nur um Symbolpolitik handelt, ist aber selbst der MOPO klar.

Die restlichen jungen Bäume stehen seitdem (7 Tage) südexponiert, lediglich durch einen Jutesack geschützt, wenn überhaupt, im malträtierten Schulgarten. Kein Wasser, keine angehäufte Erde, trocken. Soweit wir wissen, sollten Bäume nicht länger als 5 Tage ohne Einpflanzen aufbewahrt werden, dazu mindestens bewässert und Erde angehäuf(el)t. Eventuell gehen also diese Bäume ein, was sehr schade wäre – + Verschwendung von Ressourcen und Steuergeldern. Geschenkt. Oder auch nicht, mal sehen. Der Glaube, dass wir es uns leisten können, im Angesicht der Klimakatastrophe alte Bäume in der Stadt zu fällen, und kleine als Kompensation zu pflanzen, ist absolut irrsinnig.

Ein Gedanke zu „Der Gipfel der Heuchelei – im Monat April

  1. Elke Straßenmeier

    Es gibt einen Antrag von den Fraktionen FDP und Grüne an die BVV Pankow den Platz vor dem Thälmann Denkmal mit Bäumen zu bepflanzen und Bänke hinzustellen. Das gilt dann vermutlich als Ausgleichsfläche für den geklauten Parkanteil zum Schulneubau.

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