Archiv der Kategorie: AG Wohnen – Sanierung – Neubau

Antwort der GEWOBAG auf unseren offenen Brief

Am 13.11.2013 hatten wir uns mit einem offenen Brief an die GEWOBAG gewandt und uns in einem darauffolgenden, sehr konstruktiven, angenehmen und offenen Gespräch mit Frau Kirsch und Herrn Jellema darüber ausgetauscht. Das Antwortschreiben von Frau Kirsch und Herrn Jellema finden sie nun hier als PDF Dokument.

Ein herzlicher Dank geht an Hr. Jellema und Frau Kirsch für Ihre Zeit und dafür, dass wir dieses Antwortschreiben hier veröffentlichen dürfen.

Visionen für Vivantes und Bezirksamt

Ateliers, Proberäume, Labore und temporäres Wohnen, das sind die Visionen der Architektur-Studentinnen Mira Dieckmeyer und Hannah Schmall von der TU Berlin für das Bezirksamts-Areal in der Fröbelstraße und das Vivantes Klinikum. Wichtig: Die derzeit in kommunaler Hand sich befindenden Gebäude sollen auch dort bleiben. 

In einem Semesterprojekt haben sie sich mit der Nachnutzung der Gebäude auseinandergesetzt. Dabei brachten sie nicht nur ihre eigenen Ideen mit ein, sondern auch die der Anwohner. Mit den Entwürfen haben wir nun eine ungefähre Idee an der Hand, was aus der Fläche werden könnte, bevor wir von der Entwicklung weiter überrollt werden. Der betreuende Dozent schätzte den Quadratmeterpreis: 1000,-€/qm bei Selbstausbeutung, 2000€/qm aktueller Richtwert der Selbstbau-Genossenschaft. Gefragt ist nun die Zivilgesellschaft (z.B.Wir!) und die Politik, sich der Ideen anzunehmen, zu verbreiten und weiter zu entwickeln.
Artikel zur Präsentation Prenzelberger Stimme hier.
KW

Spielplatzneugestaltung und Hockeyplatz

Schon diese Jahr wird das Bezirksamt Pankow den Spielplatz kleine Sandfläche erneuern und befragt dazu die Kinder und ihre Eltern. Auch der Hockeyplatz erfreut sich wachsender Mitgliederzahlen und hofft, dass das nun endlich in Aussicht gestellte größere Dreiviertelfeld (Nähe Max-Schmeling-Halle) und der benötigte Kunstrasen für die vorhandene Spielfläche Danziger Straße Wirklichkeit wird.
SG Rotation ging den verschiedensten Gerüchten und Versprechungen nach: 

Workshop Spielplatzneugestaltung Spielplatz 1 im Ernst-Thälmann-Park. Noch in diesem Jahr soll der leere Spielplatz aufgewertet und mit neuen Spielgeräten ausgestattet werden. Der Spielplatz soll Spielangebote für Kinder im Alter von 4 – 12 Jahren bieten. Wir haben unsere Vorstellungen und Anregungen für die Neugestaltung des Spielplatzes am Dienstag, den 21.08. 2013 bei einem Workshop unter zahlreicher Kinderbeteiligung abgegeben. Wir sind gespannt was daraus wird.

kleine Sandfläche

Sehen es wir als Anfang. Natürlich lassen wir uns nicht mit Mitbestimmung nur bei Spielplätzen abspeisen!

Realisierung eines brauchbaren Spielfeldes für die Kinder, Jugend- und Senioren-mannschaften.
Die Hockeyabteilung der SG Rotation Prenzlauer Berg feiert im nächsten Jahr ihr 60-jähriges Bestehen.

Insbesondere in den letzten 5 Jahren hat sich unsere Hockeyabteilung enorm vergrößert und wird in diesem Jahr zum ersten Mal mehr als 400 Mitglieder zählen, von denen mehr als 85 % im Punktspielbetrieb, Eltern- und Freizeitmannschaften aktiv sind.

Seit gut 10 Jahren wird im Verein wieder systematische Jugendarbeit geleistet und mehrere unserer Kinder- und Jugendmannschaften gehören zu den besten Berlins. Unsere Damenmannschaft ist gerade in die Regionalliga, die dritthöchste deutsche Spielklasse aufgestiegen. Bis die Lücke zwischen Jugend- und Erwachsenenmannschaften geschlossen ist, werden noch vier Jahre vergehen, d. h. es werden bis dahin noch vier Jahrgänge nachwachsen, was nach den bisherigen Erfahrungen weiteren 200 Mitgliedern entsprechen dürfte.

Auch in den bestehenden Altersklassen erleben wir einen enormen Zulauf, was unter anderem damit zu erklären ist, dass es in Pankow und den umliegenden Bezirken keine bzw. nur sehr kleine Vereine, größtenteils ohne Jugendmannschaften gibt.

Leider deckt unser Hockeyplatz in der Ella-Kay-Straße 2 den aktuellen und zu erwartenden Bedarf in keinster Weise. Seit Mitte der 90er-Jahre wird Hockey nur noch auf Kunstrasen gespielt.

Eine Sanierung des bestehenden Naturrasenplatzes, d. h. Umbau zu einem Kunstrasenplatz, ist in den vergangenen 21 Jahren trotz intensiver Bemühungen nicht erfolgt. Standen der Sache zu Beginn noch ökologische Bedenken entgegen, wurde anschließend mit der finanziellen Situation des Bezirks argumentiert und in den letzten Jahren auf die für einen normgerechten Hockeyplatz nicht ausreichenden Maße verwiesen.

Völlig überraschend kam für uns im Mai die Aussage des Pankower Sportamtsleiters, dass man
auf der vorhandenen Fläche eventuell ein sogenanntes Dreiviertelfeld realisieren könne.

Wir haben uns darauf hin noch einmal mit den Gegebenheiten auseinandergesetzt und möchten Ihnen vorstellen, was unserer Ansicht nach auf dem vorhandenen Areal machbar wäre. An dieser Stelle sei schon verraten: es handelt sich um ein Konzept, dass nur minimale Veränderungen vorsieht. Im Anschluss an eine kurze Präsentation wollen wir uns insbesondere mit den Anwohnern des Hockeyplatzes über Ideen, Wünsche und eventuelle Bedenken austauschen. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und gemeinsam eine für Verein und Anwohner gute Lösung zu finden. Mittwoch, 21.August 2013, Hockeyplatz 20:15Uhr

lesenswerter Offener Brief zur Realisierung eines Dreiviertel-Kunstrasen-Spielfelds auf dem Sportplatz Ella-Kay-Straße/Danziger Straße an Frau Zürn-Kasztantowicz vom 28.Juni 2013

Für alle Hockey-Spezies die Sache mit der Feld-Größe:
Kurz die Geschichte: Herr Becker vom Sportamt hatte die Idee zum Bau eines Dreiviertel-(Kunstrasen-)Feldes, das aber aus unserer Sicht wenig Sinn ergibt, weil dann immer nur eine Kindermannschaft auf dem Platz trainieren könnte. Unser Vorschlag besteht darin, die bestehende Fläche auszunutzen und dort nebeneinander zwei „kurze“ Kleinfelder zu realisieren, die dann der Größe nach einem schmalen Großfeld entsprechen würden. Da wir auf ein Entfernen der Hecke und Fällen der Bäume an der Danziger Straße verzichten wollen (zumindest das Sportamt möchte auch, dass das Projekt innerhalb der Bestandsflächen realisiert wird), ist der vorhandene Platz für ein Großfeld zu schmal und die „quer“ liegenden Kleinfelder dementsprechend zu kurz. Insbesondere dann, wenn man die wichtigen Auslaufzonen für die Kinder einhalten möchte.
Für Spiele unserer B-Kinder könnte man dann auf die vorhandene Fläche die Linierungen für ein Dreiviertelfeld aufbringen.
Der Platz wir in jedem Falle keine Wettkampfmaße haben und daher nur für Kinder- und Freizeitmannschaften genutzt werden.

Vorstand Sportstätteninfrastruktur,
SG Rotation Prenzlauer Berg

Es geht darum, wie wir hier leben wollen und um das Grün für Alle!

GEWOBAG will den Thälmannpark verdichten

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG, der schon etliche Wohneinheiten im Thälmannpark gehören, plant im Areal zu expandieren. Ein Wohnkomplex ist gegenüber der Zentrum-Wohnanlage auf dem Parkplatz geplant. Die Parkplatzfläche ist zur Zeit im bezirklichen Besitz.

Wie sich die Neubauten in einem vom Bezirksamt bestellten und von der Stattbau durchgeführten gesamtheitlichen Voruntersuchung Thälmannpark einpassen und wie Bügerbeteiligung gewährleistet werden soll, war bisher von der GEWOBAG nicht zu erfahren. Wenn es der GEWOBAG nur beim sogenanntem Quartiersmanagment um Mitsprache von Mieter*innen geht, würde ein gerade zu wählender Mieterbeirat eine reine Alibi-Struktur sein.

Mit der willkürlich erscheinenden Verdichtung des Areals Thälmannpark konterkariert die GEWOBAG den Willen der meisten Anwohner*innen, indem sie in Hinterzimmern Fakten schaffen will, ohne in wichtigen Fragen in den Dialog mit den Anwohner*innen einzusteigen. Die Pläne der GEWOBAG stehen der gesamtheitlich gedachten behutsamen Entwicklung des Areals entgegen und müssen dringend in ein stadtplanerischen Gesamtkonzept eingeordnet werden.

Der offene Brief „Mehr Grün für Alle im Prenzlauer Berg“ vom 9. Juni 2013 zeigt eine zukunftsweisende Vision für den Prenzlauer Berg, sie sollte mit allen Interessierten diskutiert werden können. Die Pläne der GEWOBAG zeigen deutlich, das die Ausweitung des Untersuchungsgebietes dringend notwendig ist, wie im Brief gefordert wird.

Die Anwohner-Initiative wünscht sich mit der GEWOBAG einen offenen Dialog über anstehende Projekte, einen konstruktiven Austausch von Argumenten auf Augenhöhe und Transparenz und Bürgerbeteiligung in den anstehenden Veränderungen. Wie ich Herrn Kirchner gestern bei der Veranstaltung des Bezirksamtes in der Wabe verstanden habe, wünscht er das sich auch. (Raik)

Hier Auszüge aus bereits erschienenen Beiträgen:

„Das größte Neubauprojekt in Prenzlauer Berg wird auf dem Gebiet des Thälmannparks vorbereitet. Hier hat die GEWOBAG das strategische Ziel, die Plattenbaubestände schrittweise zu sanieren. Ferner gibt es Planungsabsichten für eine “ortsübliche Bebaung” mit Wohnhochhäusern an der nordöstlichen Ecke des Thälmannparks auf den Parkplatzflächen entlang der Lilli-Henoch-Strasse.“ (aus Pankower Allgemeine)

Hendrik Jellema, Vorstand GEWOBAG: „Wir begrüßen die aktuelle Entwicklung, sind in die Prozesse eingebunden und prüfen, was an Neubau möglich ist und den wunderschönen Park ergänzt.“ (aus Prenzlauer Berg Nachrichten)

Pressemitteilung der GEWOBAG

Offener Brief – „Mehr Grün für Alle im Prenzlauer Berg“

Wir haben einen offenen Brief an unsere verantwortlichen Politiker geschrieben, den wir hier dokumentieren:

Offener Brief:

Mehr Grün für Alle im Prenzlauer Berg

Berlin, den 9. Juni 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind eine Gruppe engagierter Bürger aus dem Prenzlauer Berg, die sich an der Gestaltung ihres Lebensraums beteiligen wollen. Mit diesem Brief möchten wir sie auf eine politische Situation aufmerksam machen, die wir als äußerst problematisch empfinden.

Im Herzen unseres Stadtteils befindet sich das Ernst-Thälmann-Park-Areal. Es unterscheidet sich aus historischen Gründen in seiner städtebaulichen Struktur signifikant von der umliegenden hochverdichteten Blockrandbebauung mit seiner typischen Gründerzeit-Architektur.

Während diese umliegenden Teile des Prenzlauer Bergs in den letzten zwanzig Jahren massiven Veränderungen ausgesetzt waren (Sanierung, Mietensteigerung, Verdrängung), ist das Thälmann-Park-Areal in dieser Zeit fast unverändert geblieben. Doch seine zentrale Lage und die noch unbebauten Flächen haben es nun für den stark expandierenden Berliner Immobilienmarkt interessant gemacht.

Die Bezirksverwaltung hat Anfang des Jahres eine stadtplanerische Voruntersuchung in Auftrag gegeben, bei der unter Bürgerbeteiligung ein Gesamtkonzept für die weitere Entwicklung des Areals entstehen soll. Dieses Vorgehen begrüßen und unterstützen wir prinzipiell. Wir sind als Anwohner und Bürger allerdings schlichtweg entsetzt, wie unkoordiniert der Planungsprozess zwischen Bezirk, Senat und Bund offenbar abläuft:

weiter hier …

Mittlerweile (22.09.2013) haben wir mehrere kurze Rückmeldungen per E-Mail und zwei schriftliche Antworten auf unseren offenen Brief erhalten:

Die Antwort von Herrn Christian Gaebler, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vom 02.07.2103 finden Sie hier …

Die Antwort von Herrn Kirchner, Bezirksstadtrat Panow vom 20.08.2013 finden Sie hier …

1. Öffentlicher Workshop zu Voruntersuchung Thälmannpark am 11.06.2013

Pressemitteilung: Zum 1. öffentlichen Workshop im Rahmen der Voruntersuchung „Thälmannpark“ laden das Bezirksamt Pankow und die STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH alle Bewohner, Gewerbetreibende, Eigentümer, Nutzer und an der Entwicklung des Gebietes Interessierte am Dienstag, dem 11. Juni 2013 um 17.30 Uhr in die WABE, Danziger Straße 101, 10405 Berlin, ein. „Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und freuen uns auf die Mitgestaltung der Voruntersuchung durch die Bevölkerung“, erklärt Jens-Holger Kirchner (Bü90/Grüne), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung. Mit der vom Bezirksamt Pankow beschlossenen Voruntersuchung wird für das Areal Thälmannpark zwischen Greifswalder Straße, Danziger Straße, Prenzlauer Allee und der Ringbahn die städtebauliche, räumlich-strukturelle und sozialräumliche Situation des Gebietes analysiert. Ziel ist die Erarbeitung eines abgestimmten städtebaulichen Leitbildes und Entwicklungskonzeptes, das erforderliche Maßnahmen zur Behebung von Missständen aufzeigt und eine Grundlage für künftige Entscheidungen zur Entwicklung des Gebiets schafft. Der 1.öffentliche Workshop soll nun dazu dienen, gemeinsam mit den Betroffenen und Interessierten die Stärken, Probleme, Handlungsbedarfe und Potenziale innerhalb verschiedener Themenbereiche näher zu erörtern und festzuhalten. Bei dem Workshop wird es zehn moderierte Gesprächstische zu den Themen „Wohnen“, „Grün- und Freiflächen“, „Kultur und Bildung“, „Schule“, „Soziale Angebote“, „Sport und Erholung“, „Einzelhandel und Gewerbe“, „Verkehr“, „Nachbarschaften und Verbindungen“ sowie „Leitbild und Visionen“ geben. Die Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit, an drei Thementischen mitzuarbeiten und sich mit ihren Meinungen und Ideen aktiv einzubringen.

Wir von der Initiative sagen: Kommt zahlreich! Und wir hoffen, lieber Herr Kirchner, dass es nicht nur bei netten Meinungsumfragen bleibt.

Workshop zur Zukunft des Bezirksamts- und Vivantes-Areals

Unter dem bewährtem Motto „Wie wollen wir hier leben“ gestalteten unsere zwei Architekturstudentinnen das Treffen der AG Mieten & Verdrängung und der AG Wohnen – Sanierung – Neubau. Geplant war eine Ideensammlung zu den Arealen des Bezirksamtes und des Krankenhauses entlang der Fröbelstraße.  Es wurde davon ausgegangen, dass die Objekte zur Disposition stehen und sie einer anderen Verwendung zugeführt werden sollen. Gefragt waren also Ideen und Aussichten, Konzepte und Utopien. Ein Fröbel-Camp mit einer vielfältigen Nutzung als Bildungs-, Kultur- und Kleingewerbestätte war bei vielen Entwürfen der Grundtenor. Ob als wissenschaftliches Zentrum für Kinder und Jugendliche, Stätte für Kleinkunst und Off-Kultur mit Kleingastronomie oder studentischen Wirkungs- und Übernachtungsstätte mit einem Nachtasyl für Obdachlose, die Ideen waren vielfältig. Eine kommerzielle Nutzung der Areale wurde auch nicht ausgeschlossen. Doch recht kontrovers wurde eine Wohnraumnutzung und die nachfolgende Verdichtung im Speziellen, aber auch für den gesamten Thälmannpark diskutiert. Vertragen wir eine Erhöhung der Einwohnerzahl hier im Park, oder nicht. Die beiden Studentinnen werden auf Grund der Ideensammlung ein Konzept zur Nachnutzung der beiden Areale entwickeln und uns zur Verfügung stellen. Fest steht, das wir erst in eine Diskussion eingestiegen sind, wie wir uns den Park in Zukunft vorstellen können. Sie wird uns mit Sicherheit in anderen Zusammenhängen weiter begleiten. Am Ende sollte ein von den hier lebenden  Menschen entwickeltes Konzept stehen,  dass als Gegengewicht zu Begehrlichkeiten Anderer steht und Ausdruck unserer Befindlichkeiten und Wünsche ist. (Raik)