Archiv der Kategorie: Verdichtung

Das Tempelhofer Feld ist gerettet!

Wir können es noch nicht fassen, Wahnsinn! Nach Auszählung von 100% der abgegebenen Stimmen ist es 100 % sicher: Das Tempelhofer Feld ist gerettet!

100 % THF – 100 % Mauerpark – 100 % Thälmannpark

Happy 100%-THF 100%

 

Bürgerantrag liegt zur Unterstützung bereit

Es ist ganz einfach: durchlesen und unterzeichnen. Der Bürgerantrag in der BVV Pankow zur Zusammenführung und Erweiterung der Grünflächen am Thälmannpark-Areal kann jetzt auf unserer Teddyzweinull-Webseite unterstützt werden.

Kartemitgruen

„Das Areal entlang der Ringbahn zwischen Planetarium und Anton-Saefkow-Park bietet die letzte und damit historische Chance, um für den Prenzlauer Berg eine neue, großflächige Grünanlage zu schaffen und damit die massiven Defizite in diesem hochverdichteten Stadtteil mindern.

Der Park am Planetarium, der Ernst-Thälmann-Park und der Anton-Saefkow-Park bilden schon jetzt Teilsegmente eines potentiell großflächigen Erholungsraumes. Diese müssen lediglich zu einer zusammenhängenden Parklandschaft verbunden und vervollständigt werden, die den Nutzwert der bisherigen Flächen wesentlich erhöht. Zudem können dort ggf. noch weitere Bedarfe an sozialer Infrastruktur (insbesondere für Kinder und Jugendliche) gedeckt werden.

Das Bezirksamt wird beauftragt, ein bauordnungsrechtliches Verfahren durchzuführen, dass das Areal in seiner Einheit betrachtet und perspektivisch im oben genannten Sinne entwickelt. Die ehemaligen Bahnflächen sind für den Gemeinbedarf zu sichern, nur die Rückführung in öffentliches Eigentum macht an dieser entscheidenden Stelle eine nachhaltige Stadtentwicklung möglich.“

Bürgerantrag unterstützen!

Am Sonntag heißt es: Tempelhofer Feld retten!

Am 25. Mai ist Volksentscheid.
Aber was steht eigentlich zur Wahl?
A. GEGEN die Bebauung: Die Erhaltung des Feldes im jetzigen Zustand mit Möglichkeiten der Gestaltung (zB. Parkbänke, Bäume, Sportplätze, etc)
B. FÜR die Bebauung: Ein Freifahrtschein für den Senat für eine weitere Großbaustelle inmitten der Stadt. Es entstehen Büros (50%), überwiegend teure Wohnungen und ein Designerpark. Mehr als ein Drittel des Feldes würde verloren gehen.

Was plant der Senat?
Auf dieser Seite findet sich eine Zusammenfassung der Pläne des Senats: http://bit.ly/Rog9Pv

Was kann ich tun?

Am Sonntag für den Volksenstscheid stimmen!
und bis dahin: Teilt bitte dieses Video mit allen Menschen die ihr kennt. Viele Berliner waren noch nie auf dem Feld und wissen einfach nicht wie wunderbar dieser Ort ist.
Vielleicht kann dieser Film seinen Teil dazu beitragen, dass mehr Menschen das Tempelhofer Feld ein bisschen besser kennen lernen.
Helft, das Tempelhofer Feld zu retten!
PS. Dieser Film wurde von freien Filmemachern aus Berlin gedreht. „Wir lieben das Feld und dies ist unsere Art zu helfen.“ Freie Filmer*innen aus Berlin

Schau dir diesen kurzen Film an und du wirst verstehen warum wir das Feld so lieben.

Mehr Grün für Alle – Park statt Penthouse! Der neue Flyer ist da!

Liebe Freunde des grenzenlosen Grüns!

Endlich ist unser in monatelanger Teamarbeit entstandener Flyer aus der Druckerei gekommen… gerade noch rechtzeitig zum Volksentscheid Tempelhofer Feld. Das Thema “Grün gegen Bauen” ist ja z.Zt. in aller Munde, das sollten wir auch für unsere Ziele nutzen und die Menschen für die Verbindung der Grünflächen an der Ringbahn (Grünes Band) begeistern.

Wir haben auch Material von den Tempelhofern bekommen, so dass man super beides zusammen verteilen kann. Das muss natürlich dann noch bis zum Sonntag passieren, unseren Flyer allein kann man danach auch noch alleine verteilen.

securedownload (1) securedownloadAlso, einfach einen Packen abholen…
Ob ihr
in eurem Haus einwerfen wollt,
oder euch eine ganze Straße vornehmt,
im privaten Kreis oder auf der Arbeit verteilt,
in Parks, Cafés, oder auf Märkten verteilt
ist egal.
Auch das Auslegen in Geschäften
oder öffentlichen Einrichtungen macht Sinn.
Hauptsache das Teil kommt möglichst breit unter die Leute. Jeder verteilte Flyer ist ein Mensch mehr, den wir informiert und hoffentlich für die Idee gewonnen haben. Aus der Erfahrung mit dem letzten Flyer kann man übrigens sagen, dass viele Menschen in der Gegend sehr interessiert sind an den Entwicklungen am Thälmannpark…
Abholung: Einfach unter thaelmannpark@gmx.de melden, wir geben den Abholort weiter.

Zimmer mit Wasser

Verdichtung heißt das Zauberwort der Zeit, und auch wir im Thälmannpark stellen uns dieser großen Herausforderung. Dabei beschreiten wir völlig neue Wege und denken so weit, wie noch niemand gedacht hat. Wozu haben wir denn unseren Kiezteich? Da liegt eine völlig ungenutzte Wasseroberfläche einfach so in der Landschaft rum. Das darf nicht sein! Am vergangenen Wochenende war es dann soweit. Die Baugruppe von Dr. miet.HAi hat ganze Arbeit geleistet und die Wasserfläche nutzbar gemacht.

          – ZIMMER m. WASSER –       

m² nur 800 EU

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     von Dr. miet. HAI

Schild

 Los geht esHammer und Holz
Endmontage
Pünktliche Lieferung des Mobiliars
Arbeiten im Wasser
Teichinstallation-08
Richtfest
Teichinstallation-10
Teichinstallation-11
Ins Wasser gegangen ...
Ausgezogen?

na, das ist doch ein Traum! Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung für dieses Traumzimmer im Grün aktuelle Einkommens- und Vermögensnachweise, Schufa-Auskunft, ein polizeiliches Führungszeugnis, Frei- und Fahrtenschwimmer Abzeichen, Gesundheitszeugnis, Tieftauchattest, Angelschein und ihren Bankberater bei.

Leider wurden beim Bau dieses Kleinodes drei Fische kurzzeitig verdrängt.

Von wegen „Aufwertung“: Die Lüge von der guten Gentrifizierung

Von Richard Szklorz

„Wer vor zehn Jahren in Ostberlin eine Wohnung gesucht hat, der hatte es oft mit ziemlich zahmen Maklern tun. Heute dagegen stehen Mieter häufig Schlange, nur um eine Unterkunft zu besichtigen – auch in Gegenden, die vor Kurzem noch einen üblen Ruf hatten. Immobilienkonzerne sprechen von „Aufwertung“. Der Journalist Richard Szklorz warnt dagegen davor, diese Art von Gentrifizierung zu loben. …“ weiterlesen

Der Beitrag Audio bei DRadio Kultur

Richard Szklorz, geboren und aufgewachsen in der Nachkriegs-Tschechoslowakei, studierte an der Universität Tübingen und an der Freien Universität Berlin. Lange lebte er in London, Jerusalem und New York, wovon die New Yorker Zeit beinahe seine zweite Auswanderung wurde. Nach der Wende bereiste Szklorz als Redakteur der Wochenzeitung „Freitag“ zum ersten Mal wieder sein Geburtsland und andere ostmitteleuropäische Staaten. Inzwischen lebt er in Berlin.

Tacheles im Turmzimmer

Man kann ja nur weiterhin werben, dass noch mehr Anwohner*innen sich an der Initiative beteiligen und die überaus interessanten Koordinierungstreffen besuchen. Hier werden brisante Informationen und aufschlussreiche Details zur Zukunft des Thälmannparkes besprochen und diskutiert. Hier kommen Themen zur Sprache, die uns allen so richtig was angehen. Bei allen Veränderungen, niemand sollte sagen, ich habe davon nichts gewusst. Auf den aktuellen Stand der rasanten Entwicklung im Areal kann man sich innerhalb und bei aktiver Mitwirkung in der AITP bringen.

Zunächst war der neue Chef des Planetariums, Herr Horn, anwesend und bekam die Möglichkeit, seine Pläne mit dem Gebäude zu erörtern. Vieles ist noch offen, immerhin ist ein Budget von 12,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt worden. Das Planetarium soll das modernste Europas werden. Mitarbeit und Ideen der Anwohner*innen sind hier gefragt. Ein Ideen-Workshop soll dazu noch in diesem Jahr im Planetarium stattfinden.

Später kamen wir auf den Spaziergang zur Eröffnung der Kampagne Teddy Zweinull „Mehr Grün für Alle im Prenzlauer Berg“ zu sprechen. Das Horrorszenario einer zunehmenden Bebauung und massiver Verdichtung machte die Runde. So könnten entlang der Danziger Straße eine fast vollständige Randbebauung entstehen. Der Hockeyplatz würde mit einem Ausweichobjekt vertröstet werden. Am Güterbahnhof an der Greifswalder Straße sollen Hochhäuser entstehen, Stadtrat Kirchner schwärmte so davon, dass man den Eindruck hatte, es ist alles in Sack und Tüten. Die Voraussetzungen zur Bebauung des Danziger Platzes und des ehemaligen Krankenhauses an der Ecke Danziger/Prenzlauer werden gerade geschaffen. Natürlich kursieren Gerüchte und Vermutungen, sind doch bisherige Entscheidungen überwiegend intransparent gelaufen und kann man davon ausgehen, dass die Politik eher mit den Investoren dealen will, als mit den Betroffenen zu sprechen.

Die AG Kampagne, die an diesem Abend gegründet wurde, wird sich in Zukunft  intensiv um solche Probleme kümmern, die richtigen Fragen stellen und, wenn nötig, den angemessenen Druck auf die beteiligten Player entwickeln.

Eine erhöhte Öffentlichkeit für die Vorgänge im und um den Thälmannpark ist weiterhin erforderlich, war auch diesmal ein Journalist anwesend und sehr interessiert an unserer Arbeit.

Die Ergebnisse der Voruntersuchung zum Thälmannpark von STATTBAU werden von Vielen mit Spannung erwartet. Inwieweit sie Einfluss auf eine Gesamtplanung haben, wird sehr skeptisch gesehen. Ein neu angesetzter Workshop am 16.10. könnte dort Licht ins Dunkel bringen.

Ein ausführliches Protokoll wird noch folgen und, wie üblich, hier auf dieser Seite abgelegt.

Welchen Entwurf favorisiert STATTBAU und was macht das Bezirksamt damit?

STATTBAU wird einen 2. Workshop am 16. Oktober durchführen. Der ist laut Voruntersuchung Thälmannpark von vornherein so geplant gewesen. Ob er tatsächlich so auch stattfindet, ist nicht ganz klar. Es gab wohl einige Irritationen. Immerhin wurde gerade die bisherige Projektleiterin für den Thälmannpark von der Direktion von STATTBAU abgelöst. Wie der neue Projektleiter den Kurs der gemäßigten Anwohner*innen-Beteiligung fortsetzt, wird eine spannende Frage sein. Die Endergebnisse sollen dann am 31. Oktober präsentiert werden.

Eine Dokumentation des ersten Workshops ist bisher immer noch nicht erschienen und verfügbar. Sie sollten vor dem 16. Oktober auf dem Bezirksamtsportal verfügbar sein. Mindestens vier Wochen vor dem Termin sollten die Interessierten die Möglichkeit zur Information der Ergebnisse von STATTBAU haben!

So findet auch der anfänglich gut funktionierende Dialog zwischen der Anwohnerinitiative und der STATTBAU so gut wie nicht mehr statt. Vielleicht wird soviel Mitsprache auf Dauer nicht erwünscht.

Wir fragen uns, inwieweit der Entwurf des von der Kampagne „Teddy Zweinull“ favorisierten Modell „Mehr Grün für Alle in Prenzlauer Berg“ Einfluss auf die zu erarbeitende Konzeption zum Thälmannpark hat. Eher wahrscheinlich wird ein Entwurf zur totalen Bebauung und Verdichtung dabei sein. Gerüchte um Pläne zur Bebauung entlang der Danziger Straße halten sich hartnäckig. So könnte sogar der Hockeyplatz geopfert werden, handelt es sich hierbei immerhin um wertvolles Bauland. Die Investoren sind wahrscheinlich schon ganz scharf darauf.

Was auch immer STATTBAU präsentiert, entscheidend ist hierbei, was das Bezirksamt am Ende entscheidet, inwieweit Deals unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgehandelt werden oder der Dialog mit den Anwohner*innen gesucht wird und über wichtige Vorgänge transparent und zeitnah informiert wird.

Wenn der 2. Workshop stattfinden sollte, werden für die AI diese Fragen auf der Agenda stehen. Da wird es nicht mehr um Hundeauslaufplätze und Papierkörbe gehen, sondern grundsätzlichen Fragen der massiven Umgestaltung des Areals und die Mitgestaltung der Betroffenen werden im Vordergrund stehen müssen. Werden wir von Verdichtung und Bebauung bedroht? Welche Interessen Vertritt das Bezirksamt? Wie wird Partizipation organisiert?

Hockeyplatz: Rotation Prenzlauer Berg zum aktuellen Hin und her von Sport- und Bezirksamt

„Am 3. September fand auf dem Hockeyplatz in der Ella-Kay-Straße ein Gespräch zwischen vier Vertretern der Hockeyabteilung von Rotation Prenzlauer Berg, einem Vertreter des Deutschen Hockeybundes und drei Herren des Pankower Sportamts bzw. Sportstättenverwaltung statt.

Herr Becker vom Pankower Sportamt führte folgende Argumente gegen die Sanierung des Sportplatzes an: aus dem Sportstättensanierungsprogramm des Senats stehen dem Bezirk Pankow jährlich nur 670.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen und 70.000 Euro für die Unterhaltung der Sportstätten zur Verfügung. Er habe erste Erkundungen eingeholt, wonach die Sanierung (ohne Installation einer Trainingsbeleuchtung) 900.000 Euro kosten soll. Er bezweifle, dass man für eine einzige Maßnahme mehr als einen Jahresetat auszugeben bereit sei. Die Feststellung des Experten des Deutschen Hockey-Bundes, dass die Summe von 900.000 Euro deutlich zu hoch angesetzt sei, wurde allenfalls zur Kenntnis genommen.

Die Senatsverwaltung habe bereits eine mündliche Zusage getroffen, sofern man die notwendigen Ausnahmegenehmigungen bekommen könnte. (Diese sind notwendig, weil sich auf dem vorhandenen Areal kein Spielfeld mit Norm-Maßen realisieren lässt.) Dennoch stünde man dem Vorhaben aufgrund der zu erwartenden Lärm- und Lichtemissionen skeptisch gegenüber und rate dazu, erst gar keine Trainingsbeleuchtung zu installieren.

Als Alternative wurde – wieder einmal – ein Gelände an anderer, nicht näher bezeichneter Stelle im Thälmannpark genannt und es wurde die Frage gestellt, ob wir „nein“ sagen würden, wenn dort ein Investor einen Trainingsplatz mit Clubhaus und Aschenbahn bauen würde. Diese Idee von Herrn Baustadtrat Kirchner sei noch nicht vom Tisch. Wir entgegneten, dass wir darüber noch nicht einmal nachdenken würden, solange Lage, Ausstattung und Nutzungskonzept nicht feststünden bzw. vorlägen. (Und ganz nebenbei: „Aschenbahn“ klingt nicht danach, als solle der Platz neben der Nutzung durch eine Schule primär den Bedürfnissen des Hockeysports gerecht werden.)
Wir erläuterten das Konzept der Anwohnerinitiative, den (sanierten) Hockeyplatz in einen Kinder- und Jugendbereich entlang der Danziger Straße einzubinden. Würde das Vivantes-Klinikum künftig als Schule genutzt, wäre eine optimale Rundum-Nutzung des Platzes gesichert, aber auch sonst wäre nachmittags von Anfang an eine volle Auslastung gegeben.

Der bestehende Hockeyplatz ist seit fast 60 Jahren Heimat des Vereins und dank seiner perfekten Anbindung an das Tram-Netz und der zentralen Lage im Prenzlauer Berg auch für diejenigen problemlos erreichbar, die kein Auto haben und/oder haben wollen. Seit 21 Jahren setzen wir uns für seine Sanierung und den Umbau in einen hockeyfähigen Kunstrasenplatz ein, was unter Angabe verschiedener Gründe immer wieder abgelehnt wurde. Wir wollen den Hockeyplatz am jetzigen Standort erhalten und dafür sorgen, dass insbesondere die jüngsten Hockeyspieler unter den mittlerweile 400 Mitgliedern der Abteilung in spätestens 2 Jahren vernünftige Trainingsbedingungen bekommen. Der Erhalt vorhandener Sportstätten sollte unserer Ansicht nach insbesondere im kinderreichen und sportstättenarmen Prenzlauer Berg eigentlich selbstverständlich sein und die Vielfalt an Sportangeboten nicht dadurch gefährdet werden, dass man Randsportarten räumlich an den Rand (ver-)drängt.“