Heute – Einwohnerantrag „Thälmannpark Erhalten – Nicht Halbieren!“ in der BVV

Die 42. Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin findet am 16. Juni 2021 um 17.30 Uhr per Videositzung statt und kann im Livestream unter: https://www.youtube.com/channel/UCt4uaISaAWcRCzrsocY2LrQ verfolgt werden. Unser Einwohnerantrag ist ebenfalls auf der Tagesordnung – Punkt Ö 1.65 – das zieht sich heute also!

Einwohnerantrag „Thälmannpark Erhalten – Nicht Halbieren“ – von der BVV zugelassen!

Heute wurden wir vorab vom Bezirksverordnetenvorsteher der BVV Pankow per Mail informiert (hier geht es zum ausführlichen Schreiben):

„den von Ihnen und zwei weiteren Vertrauenspersonen eingereichten Einwohnerantrag „Thälmannpark Erhalten – Nicht Halbieren“ vom 10. Mai 2021 lasse ich hiermit
zu. Er erfüllt die formalen Zulassungsvoraussetzungen. Ihre Angelegenheit wird in
der 42. Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin am 16. Juni 2021 behandelt.

Die Prüfung der eingereichten Unterschriften hat ergeben, dass 1.942 Personen den Einwohnerantrag mit gültigen Unterschriften unterstützen. 408 Unterstützerunterschriften waren ungültig.“

Aus aktuellem Anlass – Wer steckt hinter der Anwohnerinitiative Thälmannpark?

Diese in der Tat spannende Frage (wir fragen uns das oft auch!) hat es in das Abgeordnetenhaus von Berlin geschafft, da gab es eine schriftliche Anfrage eines Abgeordneten Stefan Förster (Punkt 7). Hinter dem steckt wohl eine Partei mit dem Kürzel FDP, oder er steckt da drin, oder die ineinander; egal … Da das Bezirksamt Pankow die Antwort auch nicht wusste (Unser Einwohnerantrag mit über 2200 Unterschriften wurde ja nur der BVV Pankow übergeben, die reden nicht mit dem Amt) – hier die Lösung für alle Beteiligten: Suchst Du mit Dr. Suchmaschine:

Draufklicken, Lesen und verstehen – Gern geschehen!

… und im Übrigen sind wir der Meinung, dass Deutsche Wohnen & Co jetzt erst recht enteignet werden müssen!

Kein Platz für Tiere – und auch nicht für Menschen

Am vergangenen Mittwoch haben sie die Katze aus dem Sack gelassen: die jetzt Anfang Juni beginnenden Bauarbeiten im Ernst-Thälmann-Park werden sehr umfangreiche Beeinträchtigungen mit sich bringen. Beeinträchtigungen für die Parkbewohner und auch für die Anwohner der umliegenden Kieze, die aufgrund des mangelnden Grünflächenangebots in Pankow dringend auf den Park angewiesen sind. Die Menschen sind gerne hier, zur Erholung, zum Lernen, zum Sport treiben, zum Hund ausführen, zum Durchqueren abseits von Hauptverkehrsstraßen und ja, auch zum
Einfach-mal-auf-der-Picknickdecke-abhängen. Zu den Besuchern zählen auch viele ältere und alte Menschen, Eltern mit Kindern, Kinder ohne Eltern!, behinderte Menschen etc., denen nicht zugemutet werden kann, so wie es der Grüne Stadtrat Vollrad Kuhn gerne anführt, „mal eben“ in den sehr viel weiter entfernten Anton-Saefkow-Park zu gehen (und dabei noch die Greifswalder Straße überqueren zu müssen).
Jetzt, in Zeiten der Pandemie, zeigt sich mehr denn je, wie wertvoll die städtischen Grünflächen/Parkanlagen für uns Menschen sind. Durch die unmittelbar anstehenden Baumaßnahmen wird den Bewohnern und Anwohnern des Parks über 1 Jahr lang z.B. die zentrale, große Wiesenfläche entzogen, sprich: wir dürfen sie nicht nutzen. Es wird Zufahrtswege für LKW und andere Baustellenbeschicker geben, Lärm, Staub, Gestank, Nerv.
Ausgerechnet jetzt, den ganzen Sommer über, Herbst, Winter, Frühjahr 2022, etc. Die über den Park verteilten Baustellen werden nicht nur uns Menschen massiv stören, sondern auch die Tiere, die sich gerade in der Brut- und Setzzeit befinden, also versuchen, im Park ihre Jungen zu ernähren und großzuziehen. Vögel, Fledermäuse, Kleintiere. Viele Bäume wurden für die Maßnahmen bereits gefällt, wertvoller Strauchbestand gerodet. Nun kommen die Störungen hinzu. In keiner der Informations- und Beteiligungsveranstaltungen wurde darauf hingewiesen, dass es solch massive Beschränkungen während der Bauphase geben wird und auch die Dauer der Beeinträchtigungen wurde nicht kommuniziert.
Menschen, die keinen Garten haben oder Balkon oder Hinterhof und/oder sich keinen Urlaub leisten können oder dies pandemiebedingt nicht möglich ist, sind in den Allerwertesten gekniffen. Wir sind auf unseren Ernst-Thälmann-Park angewiesen. Pankow ist bekanntermaßen unterversorgt mit solchen Erholungsflächen. Nun wird für Abertausende Menschen eine Grünfläche für einen langen Zeitraum unbrauchbar. Wo sollen wir nur alle hin? Und es steht zu befürchten, dass bereits im Oktober wieder die Motorsägen kreischen werden, dann nämlich, wenn die Baufeldfreimachung für die Schule beginnt und der Park für uns alle kleiner und kleiner wird …

So schön war es hier mal